Die beste Verteidigung ist, eine Konfrontation zu vermeiden, bzw. eine potenzielle Gefahrensituation zu entschärfen, bevor es zur körperlichen Auseinandersetzung kommt.
Mehr als 70% der Kommunikation erfolgt nonverbal. Dies bedeutet, dass die Körperhaltung, Blickkontakt, Mimik und Tonfall wichtiger sind als die Wörter, die gesprochen werden.

Es gibt drei Arten von Verhaltensweisen in Bezug auf die Selbstverteidigung.

Erstens gibt es die passive Verhaltensweise, die sogenannte "Opferrolle". Typisch ist hierfür der gesenkte Kopf, sowie hängende Schultern, kein Augenkontakt, die Füße sind dicht beieinander. Nicht gerade eine Zeichen der Stärke. Für Kriminelle sind dies die beliebtesten Opfer. Solch eine Körperhaltung ist ein eindeutiges Zeichen für Angst.

Das Gegenteil davon ist die "aggressive Verhaltensweise". Die meisten übermäßig aggressiven Menschen schüren ihre Aggressionen aus einer Position der Unterlegenheit oder Angst, reagieren aber über, um ihre Furcht zu verbergen. Sie bekämpfen Feuer mit Feuer und dies führt oft zu körperlichen Auseinandersetzungen, welche hätten vermieden werden können. Eine typische aggressive Körperhaltung ist eine aufgeblasene Brust, das Kinn hoch oder geneigt, mit den Fingern auf den anderen zeigen, lautes ungezügeltes Verhalten. Durch dieses übermäßig aggressive Verhalten, läßt man dem potenziellen Angreifer keine Chance aus der Situation herauszukommen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Deshalb wird es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen, damit der Angreifer sein Gesicht bewahren kann.

Das beste Verhalten, um körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden wird als "bestimmendes Verhalten" bezeichnet. Diese Körperhaltung basiert auf Selbstsicherheit, also aufrechte Schultern, der Kopf hoch, Augenkontakt, bewusst, aufmerksam und konzentriert, aber nicht überheblich, bereit, aber nicht kampfauffordernd; immer zu Kompromissen bereit, um dem Aggressor sein Gesicht wahren zu lassen; selbstbewußt genug um sich zu behaupten ohne den verbalen Krieg gewinnen zu müssen.