Einer der wichtigsten Punkte für ein effektives Selbstverteidigungs-Training ist, zu erlernen mit dem Adrenalin-Kick umzugehen.

Dieser Adrenalin-Schub kann verheerende Auswirkungen auf Geist und Körper haben, wenn im Training nicht erlernt werden kann damit umzugehen.

Einer der größten Mängel der meisten traditionellen Kampfsportarten ist, dass das gesamte Konzept des Adrenalin-Kicks entweder ignoriert oder nicht einmal angesprochen wird.

Auswirkungen des Adrenalin-Kicks in Selbstverteidigungs-Situationen sind der Tunnelblick, Einschränkung der auditiven Wahrnehmung (hören), Verlust der Feinmotorik, Koordination, Körperzittern, sowie eine verminderte Fähigkeit klar zu denken. Wenn wir nur zwei Faktoren, den Verlust der feinmotorischen Fähigkeiten und die begrenzte Fähigkeit klar zu denken bertachten, kann sicherlich jeder leicht verstehen, wieso man sehr schnell in Schwierigkeiten kommen kann, wenn diese Punkte im Training nicht behandelt werden.

Das sind die Gründe, weshalb die meisten erlernten Techniken der traditionellen Kampfsportarten in Stress-Situation nicht anwendbar sind.

Im Krav Maga lernt man von Anfang an, den Adrenalin-Schub für sich zu nutzen. Dies wird u.a. durch sogenannte "Stress-Drills" erlernt. Stress-Drills haben das Ziel, den Übenden in eine "stressige" Lage zu bringen, indem z. Bsp. durch gezielte Übungen sein Puls auf ein Maximum gebracht wird. Weiterhin wird versucht möglichst viele Ausseneinwirkungen auf ihn einströmen zu lassen. So gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein techniklastiges Training unter unrealistischen Bedingungen zu vermeiden.